Automobilzulieferer investieren in Digitalisierung

Die Automobilindustrie wird seit Jahren immer digitaler. Dabei müssen die Autobauer nicht nur dem digitalen Lebensstil der Autokäufer gerecht werden und eine sichere sowie komfortable Online-Nutzung im Fahrzeug ermöglichen, sondern sich zunehmend auch mit dem autonomen Fahren auseinandersetzen.

Riesiges Marktpotenzial im Autobau

Das Marktpotenzial rund um das vernetzte Fahrzeug wächst rasant. Laut einer PWC-Studie wird sich dieses von rund 32 Milliarden Euro in 2015 auf über 115 Milliarden Euro bis 2020 fast vervierfachen. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten. Längst mischen auf diesem Markt nicht nur die klassischen Automobilhersteller mit, sondern auch große Tech-Unternehmen wie Alphabet. Wie sich der Markt auf Unternehmen aus der Elektronik-, IT-, Service- und Automobilbranche verteilen wird, dürfte spannend bleiben. Doch weder die Automobilhersteller noch die Tech-Firmen dürften hier alleine sehr weit kommen, vielmehr wird die Kooperation von Wettbewerbern erwartet.

Ein Beleg für die Erwartungshaltung lieferten zumindest die Schlagzeilen in 2017:

Nvidia strategischer Partner für die Entwicklung der künstlichen Intelligenz

Bei der Integration der künstlichen Intelligenz (KI) setzen sowohl ZF als auch Bosch auf die Technik des US-Chip- und Softwareherstellers Nvidia. Der Konzern, der vor allem durch Chips für die Gaming-Industrie bekannt wurde, hat die nötige Expertise, um die notwenigen Hochleistungs-Chips für KI-Computer beizusteuern. Dabei geht es nicht um die Zukunftsphantasie des selbständigen Fahrens, sondern primär um die Situationserfassung. Darunter fällt zum Beispiel die künstliche Objekterkennung während der Fahrt oder beim Einparken, sprich das Erkennen von Schildern oder Hindernissen und die intelligente Beurteilung sowie Reaktion der Situation. Was sich vor 15 Jahren wie Science-Fiction anhörte, ist heute bei einigen Modellen als Einparkassistent bereits Serienstandard.

The Winner Takes It All

Das vernetzte Auto bedeutet nicht nur Komfort, es ist zugleich auch eine attraktive Investmentchance. Dabei geht es weniger um die zum Teil als langweilig abgestempelten Aktien von Automobilherstellern, sondern vielmehr um die Chancen bei den Zulieferern. Nach dem Prinzip „The Winner Takes It All“ ist es Tech-Firmen häufig möglich, durch Setzen eines Branchenstandards, einen großen Marktanteil für sich zu beanspruchen. Entsprechend können solche Kandidaten auch für unser Social Media & Technology Portfolio interessant sein. Sollte sich ein geeignete Chance-Risiko-Verhältnis ergeben, würden auch Zulieferer für unseren Fonds in Frage kommen. Das stets aktuelle Portfolio können Sie HIER einsehen.

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